Kampf um die Kunden

Weil inzwischen so viele Kunden gewonnen wurden und der Markt bald gesättigt ist, müssen sich die Telekommunikationsanbieter einiges ausdenken. Dazu gehören beispielsweise unklar formulierte Werbebotschaften. "Kein Mindestumsatz" bedeutet nicht, dass außer den Grundgebühren keine weiteren Kosten anfallen. Beim Werben bewegen sich die Unternehmen teilweise am Rande der Legalität oder nutzen bestehende Lücken aus.

Schwammige Formulierungen

Sind Formulierungen wasserdicht und nicht anfechtbar, muss man für zwei Jahre die Zähne zusammenbeißen. Auch wenn es nervt: wer sich hinterher nicht ärgern will, sollte vorher die AGB genau durchlesen. Lockangebote können sich im Nachhinein als Reinfall erweisen. Wer sich nicht binden will, kann einen Prepaidtarif wählen.

Das verbrauchte Guthaben wird bei Bedarf einfach wieder aufgeladen. Grundgebühren fallen nicht an. Dieses Modell ist für Personen geeignet, die nur erreichbar sein wollen und selten selbst telefonieren. Fallen Kunden durch intensive Nutzung von Flatrates auf, kann es sein, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird.

Anbieten unerwünschter Leistungen

Zusammen mit dem DSL-Vertrag werden gerne Zusatzleisungen mit verkauft. So gelangen dann vielleicht unerwünschte Sicherheitspakete in die Hände der Kunden. Wegen unverständlicher Rechnungsposten oder flüchtigem studieren der Rechnung kommen die Anbieter teilweise mit dieser Praxis durch. Die Tricksereien gegen quer durch die Branche. Fußnoten und Sternchen sollte man als Verbraucher nicht aus Faulheit überlesen. Gerade hier verbergen sich Fallstricke.

Service lässt zu Wünschen übrig

Was den Service angeht, steht die Branche ebenfalls in keinem guten Licht dar. Verträge werden verschlammt oder es dauert Monate, bis man einen DSL-Anschluss bekommnt. Die Unternehmen machen sich gegenseitig das Leben schwer, der Kunde ist der Leidtragende. Dabei sollte doch dessen Wohlbefinden im allgemeinen Interesse der Anbieter sein.